Generalversammlung 2017

Das Ergebnis der Abstimmung über den vorgelegten Fusionsvertrag fiel in der Eimer Mehrzweckhalle eindeutig aus. Lediglich zwei der 241 stimmberechtigten Mitglieder sprachen sich gegen die geplante Verschmelzung aus, zwei weitere enthielten sich ihrer Stimme.
Sollte nun auch die Vertreterversammlung der Volksbank eG Seesen für eine Fusion
stimmen, steht dem Zusammenschluss beider Banken zum Stichtag 1. Januar 2018 nichts mehr im Wege. „Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass wir mit der
Volksbank eG Seesen für unsere Zukunft den richtigen Partner gefunden haben", erklärte Volker Fischer, Vorstandsmitglied der Volks- und Raiffeisenbank eG Leinebergland. Gemeinsam könnten die Banken besser den bevorstehenden Herausforderungen
begegnen, vor die Zinsspannenrückgänge, Regulatorik und IT-Anforderungen alle Regionalbanken stellen würden. Durch einen Zusammenschluss entstehe in der Region eine
zukunftsorientierte und leistungsfähige Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme von über 1,1 Milliarde Euro. Regionale Identität und flächendeckende Präsenz sollen in
Zukunft das Rückgrat des gemeinsamen Hauses sein.

Die Folgen eines Zusammenschlusses seien aufgrund der identischen Geschäftsrichtung
beider Banken für Kunden und Mitglieder ausschließlich vorteilhaft. „Wir schaffen damit große Synergieeffekte, da sich die Geschäftsbereiche beider Banken bereits überlappen. So  entfällt auch eine unnötige Doppelpräsenz in der betroffenen Region“, erklärte  Vorstandsmitglied Volker Fischer. Im Zuge der Fusion werde es keine Entlassungen geben, die bestehenden Arbeitsverträge würden von der Volksbank eG Seesen alle übernommen werden. Potenzielle Wechsel des Arbeitsstandortes seien für einige Mitarbeiter allerdings  nicht auszuschließen.

Eine „Verschmelzung auf Augenhöhe“ sei laut  Vorstand Ausgangslage für die Fusionsverhandlungen gewesen. Immerhin steht der  Bilanzsumme von 102 Millionen Euro bei der Volks- und Raiffeisenbank eG Leinebergland eine Summe von 999 Millionen Euro auf Seiten der Volksbank eG Seesen gegenüber. Auch  andere Zahlen (23 zu 309 Mitarbeiter, 2 528 zu 37 991 Mitgliedern sowie fünf Geschäftsstellen gegenüber 36) festigen den Eindruck.

Auf Führungsebene werde die neue Bank von dem bestehenden Vorstand der Volksbank eG Seesen weitergeführt. Für die bisherigen Leinebergland-Vorständ bedeutet das: Volker Fischer geht in Altersteilzeit über und Marco Weßling erhält eine Position als Prokurist
in der Führungsebene unterhalb des Vorstandes. Die Geschäftsanteile der Mitglieder der  Volks- und Raiffeisenbank eG Leinebergland werden beim Zusammenschluss in Werthöhe übertragen. Das bedeutet für Mitglieder: Da ihre bisherigen Geschäftsanteile bei der Volks- und Raiffeisenbank eG Leinebergland jeweils einen Wert von 100 Euro haben, die  Geschäftsanteile der Volksbank eG Seesen allerdings mit 150 Euro bewertet sind, haben Leinebergland-Mitglieder die Möglichkeit die Differenz entweder durch eine Einzahlung anzugleichen oder durch die Ansammlung der jährlichen Dividende aufzustocken. „Bei drei  Anteilen je 100 Euro ist es dann ganz einfach, die werden in zwei neue Anteile je 150 Euro umgewandelt", erklärte Marco Weßling das Übertragungsprinzip. Vorstandsmitglied Volker Fischer gewährte in seiner Rede an die Versammlung zudem einen Blick auf die allgemeine  Entwicklung der genossenschaftlichen Organisation. Die Anzahl selbstständiger Volks- und Raiffeisenbanken reduzierte sich im Jahr 2016 demnach von 1 021 auf 972, ein Rückgang von 49 Banken. Für 2017 seien im Verbandsgebiet bereits 29 Fusionen angemeldet. Ein Trend, der auch in Zukunft nicht aufzuhalten sei und bereits vor etwa 50 Jahren begonnen  habe.

Außerdem stand die turnusmäßige Wahl des Aufsichtsrates auf dem Programm. Der Aufsichtsratsvorsitzende Cord Warnecke aus Mehle und Dirk Knackstedt wurden von der  Versammlung in ihrem Amt bestätigt. Hartmut Fischer aus Eime schied altersbedingt aus dem Aufsichtsrat aus. Hartmut Fischer war 1991 mit der Fusion der Volksbank Eime-Mehle  eG und der Raiffeisenbank eG Delligsen-Grünenplan-Kaierde direkt in das Amt des  Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden und prägte die Arbeit des Aufsichtsrates über 26 Jahre lang.

Der Text wurde uns freundlicher Weise von der Vertriebs-Service-Leinetal GmbH (www.leinetal24.de) zur Verfügung gestellt.